Fragen und Antworten
1. Allgemeine Fragen
2. Technische Fragen
1. Allgemeine Fragen
Warum sind Wälder insbesondere in den Tropen für das Klima so wichtig?
Die tropischen Wälder stabilisieren das globale Klima. Sie funktionieren wie große „Klimaanlagen“. Indem sie Sonnenenergie in Wasserdampf umwandeln, kühlen sie die Atmosphäre und sind für den Niederschlag in den Regionen südlich und nördlich des Äquators verantwortlich. Wälder sind ein Garant fuer Regen und Wasserkreisläufe - weltweit. Sie ermöglichen damit Leben. Sie versorgen Städte, Landwirtschaft und Industrie mit Wasser. Sie sichern die Existenz der Menschheit. Waldzerstörung bedroht diese Lebensgrundlage. Die tropischen Wälder speichern zudem enorme Mengen Kohlendioxid. Verschwinden sie, entweicht dieses schaedliche Treibhausgas in die Atmosphäre. Entwaldung ist für 17 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Besonders gravierend ist die Entwaldung in tropischen Regionen von Lateinamerika, Asien und Zentralafrika. Der Kampf gegen den Klimawandel kann nicht ohne den Erhalt der tropischen Wälder gewonnen werden.
Warum ist es bislang so schwierig, tropische Wälder zu bewahren und nachhaltig zu bewirtschaften?
Weil die Umwandlung in andere Nutzungsformen bislang weitaus lukrativer ist als der Walderhalt und so viele verschiedene Faktoren wirken: Wälder in tropischen Landern weichen für die Landwirtschaft, für Holz, zum Abbau von Rohstoffen, für Infrastrukturprojekte. Getrieben wird Entwaldung vor allem von der Nachfrage in Industriestaaten nach Agrarprodukten wie Rindfleisch, Palmöl und Soja. So gehen rund 60 Prozent der Entwaldung in Brasilien auf das Konto der Viehzucht, um neue Weideflächen für Rinder zu schaffen. In Indonesien wird der Grossteil der Wälder gerodet, um Palmöl-Plantagen anzulegen. Armut und eine wachsende Bevölkerung in Entwicklungsländern verstärken den Nutzungsdruck. Entscheidend ist: Es ist wirtschaftlich weitaus lukrativer, einen Naturwald zu roden und die Fläche anders, meist landwirtschaftlich, zu nutzen. Der Wert eines Naturwaldes und seiner “Leistungen” fur Umwelt und Mensch ist bislang zu gering. Erst wenn die vielfältigen ökologischen und damit gesellschaftlichen Funktionen eines Waldes monetär berücksichtigt werden, steigt die Chance, Wälder in grossem Stil zu erhalten.
Waldschutz kompensiert für CO2-Emissionen deutscher Unternehmen – wie geht das?
Wälder sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Vor allem in den Tropen. Wer Bäume pflanzt, entzieht der Atmosphäre Kohlendioxid. Wer bestehende Wälder schützt, verhindert, dass klimagefährdende Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen und hilft, Wälder als Kohlenstoffspeicher zu sichern. Egal wo auf dieser Welt. Denn Klima ist global. Finanziert eine Firma aus Heidelberg zum Beispiel Aufforstungsprojekte, hilft sie, Emissionen zu reduzieren. So werden Treibhausgase, die diese Firma selbst noch nicht senken kann, woanders verringert und damit kompensiert.
Warum ist Energie in Deutschland emmisionsneutral, wenn in Kanada oder Neuseeland Bäume gepflanzt werden?
Wird der Strom eines Energieversorgers in Deutschland bereits aus erneuerbaren und klimafreundlichen Energiequellen erzeugt, kann dieser Versorger jedoch zum Beispiel bei der Wärmeerzeugung noch nicht auf fossile Energieträger wie Erdgas verzichten, können die Emissionen aus dem Verbrennen vom Erdgas über Aufforstungsprojekte kompensiert werden. So entsteht durch diese konkrete Energieproduktion für das Klima insgesamt kein Schaden mehr. Dann sprechen wir von klima – oder emissionsneutral.
Sind Waldschutzprojekte nicht ein bequemer Ausweg für Firmen in Industriestaaten, die ihre eigenen Emissionen nicht senken wollen?
Nein. Emissionen woanders auszugleichen, ist ein pragmatischer, rascher, kostengünstiger und Veränderung beschleunigender Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in einer globalen Welt. CO2-Kompensation heisst, eigene Emissionen dadurch zu auszugleichen, dass woanders Emissionen gesenkt oder vermieden werden, also kompensiert. Solche Kompensationen können von Ländern, Firmen oder Personen erworben werden. Schlüsselkriterium ist, dass Treibhausgase zusätzlich vermindert werden. Kompensation sollte immer dann erwogen werden, wenn andere Wege, Emissionen zu senken, ausgeschöpft worden sind, als ein dritter Weg. Die ersten beiden wichtigen Schritte: eigene Emissionen zu senken, entweder durch Einsparen von Energie oder höhere Energieeffizienz; dazu die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen ausbauen. Sind diese Möglichkeiten vorerst ausgeschöpft, bietet Kompensation einen zusätzlichen Weg, die restlichen Co2-Emissionen auszugleichen.
Wer garantiert, dass die Bäume 50 Jahre lang stehen bleiben und CO2 auch wirklich absorbieren?
Wir. Und unsere Geschäftspartner. Sie sind Experten für nachhaltige Waldwirtschaft. Die von unseren Projektpartnern entwickelten Waldschutzvorhaben werden von unabhängigen und lizensierten Dritten regelmässig überwacht. Vor dem Projektstart werden die Vorhaben überprüft, ob sie die Kriterien der geforderten und angewandten Standards erfüllen. Erst dann geben unabhängige Zertifizierungsagenturen die Projekte frei. Nun muss garantiert werden, dass die Bäume ungehindert wachsen können, kein Feuer sie zerstoert, die Wälder renaturiert werden, dass Kohlendioxid auch tatsächlich lange gespeichert wird. Der Fortbestand der Projekte und die nachhaltige Nutzung der Waldareale werden durch langfristige Verträge zwischen unseren Geschäftspartnern vor Ort und den dortigen Kommunen in enger Zusammenarbeit gesichert. Entstehen durch die Projekte wieder gesunde Wälder, geht die Lebensdauer der Bäume weit über den Zeitraum der Projektverträge hinaus. Das in den Bäumen gespeicherte CO2 wird dann für Jahrzehnte gespeichert.
Wie sichern wir uns gegen Risiken ab? Was tun wir, wenn unsere Waldprojekte nicht die geplanten Emissionseinsparungen erbringen? Wie verhindern wir, dass “virtuelle” Emissionseinsparungen entstehen?
Die Emissionseinsparungen der Forest Carbon Group sind von einer unabhängigen Prüfungsinstitutionen verifiziert, zusätzlich und nachprüfbar. Gemeinsam mit Projektentwicklern und Partnern vor Ort – Kommunen, Nichtregierungsorganisationen und Regierungen - versuchen wir die Projektrisiken zu minimieren. Sicher, niemand kann mit Bestimmtheit vorhersagen, was in einem Waldgebiet die nächsten 50 Jahre geschieht. Brände, Insektenplagen, Krankheiten oder illegaler Holzeinschlag sind niemals hundert Prozent auszuschliessen. Doch wir gestalten unsere Projekte so, dass die Emissionseinsparungen, die wir an unsere Kunden verkaufen, auch tatsächlich verminderte Emissionen widerspiegeln. Zum Beispiel wird ein bestimmter Prozentanteil der im Verlauf des Projektes gebundenen Emissionen nicht für den Verkauf kalkuliert, sondern als Rücklage für den Schadensfall einbehalten. Zudem schaffen wir Waldreserven - zusätzliche Aufforstungen, die als eine Art Versicherung dienen, um den möglichen Verlust von Bäumen auszugleichen.
Aufforstung und Waldschutz sind unbestritten sinnvoll. Was kritisieren Umweltorganisationen, wenn es um Waldprojekte zum Klimaschutz geht?
Einige wenige meinen, Waldschutz lenkt vom notwendigen Umbau von Wirtschaft und Verkehr in den Industrieländern ab. Beides muss jedoch getan werden. Klimaschutz erlaubt nicht den Luxus, auf Waldschutz zu verzichten. Manche monieren, dass freiwillige Kompensationsprojekte von Unternehmen lediglich grüne “Feigenblätter” sind. Das sehen wir anders. Jeder neue Baum hilft dem Klima, der Umwelt und den Menschen. Andere wiederum befürworten zwar grundsätzlich, dass reiche Staaten arme Länder für Waldschutz kompensieren, kritisieren jedoch, dass Waldprojekte in den Kohlenstoffmarkt einbezogen werden. Das ist zwar nicht unser Geschäft, aber dennoch eine kurze Antwort: Die Kritiker sehen vor allem die Risiken, nicht die Chancen. Sie sehen die Gefahr, dass am Ende faule Emissionsbilanzen entstehen, wenn Bäume wieder gerodet werden. Sie lehnen es daher ab, dass Unternehmen und Staaten einen Teil ihrer verbindlichen Emissionseinsparverpflichtungen über Waldschutzvorhaben erreichen dürfen. Sie fordern stattdessen, dass Industriestaaten Waldschutz in tropischen Entwicklungsländern nur über staatliche Entwicklungshilfe finanzieren. Sie übersehen jedoch, dass Entwicklungshilfe bei weitem nicht die notwendigen Milliardensummen mobilisieren kann, um in gebotener Zeit grosse Waldgebiete zu schützen oder aufzuforsten, sondern nur ein dynamischer Kohlenstoffmarkt. Und sie ignorieren, dass viele Risiken deutlich reduziert werden können, wenn der Markt entsprechend robust ausgestaltet ist. Das ist Aufgabe der Politik.
Warum engagieren wir uns im Waldschutz statt in neuen Energien?
Weil Waldschutz eine herausragende Stellung für den Klimaschutz einnimmt, es ohne Waldschutz keinen Klimaschutz gibt. Und weil Wälder mannigfaltig lebenswichtige Funktionen für ?kosysteme, die Artenvielfalt, Kommunen und Wirtschaft haben. Wälder beherbergen weltweit die grösste Artenvielfalt: Die tropischen Regenwälder bedecken nur sechs Prozent der Erdoberfläche, doch in ihnen finden sich fast die Hälfte aller Arten weltweit. Wälder sind ergiebige Rohstofflieferanten: Sie produzieren und liefern nicht nur Holz, sondern auch Früchte, Fasern und Medizinpflanzen. Das weltweite Handelsvolumen mit Nichtholz-Produkten beträgt jährlich ca. 7,5 bis 9 Milliarden US-Dollar. Medizinpflanzen und die daraus verarbeitete Medikamente sind schätzungsweise 108 Milliarden US-Dollar wert. Wälder sichern zudem unmittelbar die Existenz von etwa 1,6 Milliarden Menschen. Durch eine nachhaltige Wald- und Ressourcennutzung kann ihnen der Wald als Lebensgrundlage erhalten bleiben. Nicht zuletzt liefern Wälder dem Menschen eine Vielzahl sogenannter „Ökosystemdienstleistungen“, seien es Niederschläge, Erosions- und Bodenschutz. Diese erbringen jährlich einen Wert in Höhe von mehreren Billionen Euro, der bisher in herkömmlichen ökonomischen Bewertungen nicht einkalkuliert oder als selbstverständlich angenommen wird. Kompensationszahlungen für Waldschutz sind ein erster wichtiger Schritt, ein zukünftiges System für bezahlte ?kosystemdienstleistungen aufzubauen.
Wer steht hinter der Forest Carbon Group?
Der hessische Energieversorger HSE und die Beratungsfirma BCC aus Frankfurt haben gemeinsam Ende 2009 die Forest Carbon Group gegründet, um klimaneutrale Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Unsere Motivation: Waldschutz ist ein entscheidender Schlüssel zum Klimaschutz. Wir setzen im grossen Massstab auf Waldschutz. Wir ermoeglichen Unternehmen, freiwillig eigene Emissionen auszugleichen, um somit den Klimawandel zu bremsen. Wir erkennen im Waldschutz einen Zukunftsmarkt.
2.Technische Fragen
Wie berechnen wir, wie viel Kohlenstoff wie lange in Bäumen gespeichert wird?
Grundsätzlich gilt: Die Kohlenstoffbindung von Bäumen ist von zahlreichen Faktoren abhängig wie Baumart, Standort, Wasserhaushalt und Klima. Eine pauschalisierte Aussage zur CO2-Speicherungskapazität von Bäumen in ihren Ökosystemen kann nicht getroffen werden. Um die Kapazität der Kohlenstoffspeicherung zu berechnen, muss das örtliche Ökosystem mit seinen verschiedenen Standortbedingungen in seiner Gesamtheit mit einbezogen werden. So unterscheiden sich die gemäßigten Regenwälder Kanadas deutlich von den temperierten Nadelholz- und Mischwäldern der gemäßigten Breiten in Deutschland oder tropischen Wäldern.
Die Regionen in Kanada zum Beispiel, in denen die Forest Carbon Group AG Projekte entwickelt und finanziert, sind flussnahe Waldökosysteme der Pazifikküste in British Columbia. Diese gehören weltweit zu den Wäldern mit der höchsten Konzentration an Biomasse bzw. CO2 pro Hektar. Die Bäume werden sehr alt (100 bis 500 Jahre), so dass CO2 für Jahrhunderte gespeichert wird. Dank der klimatischen Bedingungen wachsen die Bäume dort erheblich schneller, haben also im Vergleich zu anderen Regionen mehr Biomassezuwachs im gleichen Zeitraum.
ausführlichere Informationen
Welche Standards sichern die Qualität unserer CO2-Zertifikate?
Die Qualität der CO2-Zertifikate der Forest Carbon Group wird durch die Standards ISO 14064 und CCBA ausgewiesen.
ISO 14064 ist eine international anerkannte Norm zum Umweltmanagement und Teil der ISO-14000er-Familie. Die Prüfnorm bestimmt und verifiziert Treibhausgasemissionen, die durch ein Vorhaben verringert werden. Wird der ISO-Standard erfüllt, ist das Projekt zur freiwilligen CO2-Kompensation zugelassen und kann CO2-Zertifikate ausschütten (Englisch: Verified Emission Reductions, VERs). Die ISO-Normen bilden die methodische und technische Grundlage zur Bewertung von Klimaschutz- und Waldprojekten auch für andere Standards wie zum Beispiel dem Voluntary Carbon Standard (VCS). Dieser Standard wird für einige in Planung befindliche Projekte angewendet.
Die Aufforstungs- und Waldschutzprojekte der Forest Carbon Group AG in Kanada sind ISO zertifiziert und werden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern validiert.
Der Standard der Climate, Community and Biodiversity Allicance (CCBA) untersucht und bestätigt den Nutzen eines Aufforstungs- oder Waldschutzprojektes für die betroffenen Kommunen und die positiven Auswirkungen auf die Biodiversität in der jeweiligen Projektregion.
Der CCBA ist eine Partnerschaft zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und führender internationaler Umweltorganisationen wie zum Beispiel The Nature Conservancy, The Wildlife Conservation Society und genießt daher ein hohes Ansehen bei den verschiedenen Interessengruppen.
Die CERP-Vorhaben der Forest Carbon Group AG im kanadischen British Columbia, die in Kooperation mit dem Projektentwickler ERA durchgeführt werden, sind mit dem Gold Status des CCBA bewertet worden, der höchsten zu vergebenen Qualitätsstufe.
Der CCBA bestätigt nicht, dass ein Projekt klimaschädliche Emissionen verringert. Dies leistet der ISO 14064 Standard.
Führen Waldprojekte in Kanada zu einer doppelte Buchführung von Emissionsgutschriften?
Kanada ist ein sogenanntes Annex B Land, das sich im Rahmen des Kyoto-Protokoll verpflichtet hat, seine Treibhausgasemissionen zu verringern. Nach den Parlamentswahlen im Jahre 2006 verkündente jedoch die neu gewählte konservative Regierung, dass sie keine international handelbaren CO2-Zertifikate zu erwerben beabsichtige. Mit dieser Entscheidung ignoriert Kanada faktisch seine Kyoto-Verpflichtungen (mehr Informationen).
Im Hinblick auf freiwillige CO2-Kompensationsprojekte in Kanada und die Anforderungen an solche Projekte, was das Ausstellen von CO2-Zertifikaten (Voluntary Carbon Units) und das damit einhergehende Löschen von durch die UN ausgegebenen Emissionsrechten (Assigned Amount Units) anbetrifft, entschied im Jahre 2009 der Vorstand des Voluntary Carbon Standard (VCS), dass diese Anforderungen nicht auf Kanada zutreffen.
Die Begründung: Es gibt keinen Rechts- und Regulierungsrahmen, der dass Kyoto Protokoll umsetzt und es wird auch in absehbarer Zeit keiner vorhanden sein. Somit kann und wird Kanada seine Verpflichtungen unter dem Kyoto Protokoll nicht einhalten können (mehr Informationen). Vorhaben zum Verringen oder Speichern von Treibhausgasen in Kanada können daher auch keine Emissionen doppelt abrechnen.
Überdies werden alle von ERA entwickelten Projekte in Kanada weder regionalen noch nationalen Registern mitgeteilt; eine doppelte Buchführung kann es daher nicht geben.
Was ist ein CO2-Fußabruck und wie berechnen wir diesen für unsere Kunden?
Jeder Mensch, jedes Unternehmen, jede Industrieeinrichtung und jeder produzierte Gegenstand hinterlässt auf seinem kompletten Lebensweg einen Fußabdruck an CO2-Emissionen in der Atmosphäre.
Der Firmen-Fußabdruck (Englisch: Corporate Carbon Footprint) berücksichtigt alle unternehmensbezogenen Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Hierzu zählen direkte Emissionen die im Unternehmen entstehen, z.B. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zur Erzeugung von Wärme, und indirekte Emissionen die außerhalb des Unternehmens entstehen, z.B. zur Stromversorgung. Seine Erfassung erfolgt nach The Greenhouse Gas Protocol: A Corporate Accounting and Reporting Standard, Revised Edition 2005. Herausgegeben vom World Resources und der ISO 16064-1: Grundlagen und Anforderungen zu Quantifizierung, Monitoring und Berichterstattung von Treibhausgas Emissionen und Senken auf Unternehmensebene.
Der Produkt-Fußabdruck (Englisch: Product Carbon Footprint) umfasst alle relevanten Treibhausgase die bei der Rohstoffherstellung, Produktion, Nutzung und Entsorgung eines Produktes oder einer Dienstleistung entstehen. Die CO2-Emissionen werden anhand der Normen ISO 14040 und PAS 2050 (Public Available Specification) bilanziert.
Die Forest Carbon Group bilanziert unternehmensbezogene Treibhausgasemissionen gemäß dem WBCSD/WRI GHG Protocol oder ISO 14064. Für die produktspezifische Bilanzierung verwenden wir die PAS 2050 und die ISO 14040.
Um die CO2-Fußabdrücke unserer Kunden zu erfassen, arbeiten wir eng mit unseren Projektpartnern zusammen. Die berechneten Treibhausgasemissionen werden vom Öko-Institut und dem TÜV-Rheinland verifiziert.
Was passiert mit den CO2-Zertifikaten, die durch unsere Projekte generiert werden, nachdem sie verkauft sind?
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die Forest Carbon Group eröffnet für einen Kunden beim Finanzinformations- und Inventardienst Markit (www.markit.com) unter ihrem eignen Konto ein Unterkonto. Auf dieses Unterkonto transferieren wir die stillzulegende Menge CO2-Zertifikate (VERs). Sobald diese auf dem Unterkonto sind, legen wir sie still. Oder wir transferieren eine bestimmte Menge CO2-Zertifikate an einen Kunden auf sein eigenes Konto bei Markit oder einer anderen Registratur. Wann, wie viele und ob er diese dann stilllegt, ist ihm überlassen.
Grundsätzlich gilt: Ein CO2-Zertifikat im freiwilligen Kohlenstoffmarkt kann weiter gehandelt werden. Will ein Unternehmen für ein Produkt oder Prozess jedoch CO2-Neutraliät erreichen, müssen die CO2-Zertifikate stillgelegt werden; sonst wird keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht. Die stillgelegten und registrierten CO2-Zertifikate werden in der Inventarliste von Markit weiterhin gehalten, über die ihnen zugewiesenen Seriennummern können sie immer nach verfolgt werden. Sie können aber nicht noch einmal ausgegeben oder verkauft werden.